Dogfrisbee

Ein rasanter Teamsport

Beim Dogfrisbee oder Discdogging spielen Mensch und Hund mit mehreren Wurfscheiben. Dabei kann man den Schwierigkeitsgrad individuell an das Mensch-Hund-Team anpassen. Von einfachen Würfen über kleine Trickelemente bis hin zu waghalsigen Sprüngen in die Luft oder über den Menschen ist alles erlaubt, was Spaß macht und den Hund nicht überfordert. Dogfrisbee kann als Freizeitsport oder auf Turnieren gespielt werden.

In den 1970er Jahren wurde Dogfrisbee in den USA vor allem durch Alex Stein bekannt, der während einer Spielpause beim Baseballmeisterschaftsspiel mit seinem Hund Ashley das Feld stürmte und zeigte, was man mit seinem Hund und einer Scheibe alles machen kann. Im Handumdrehen wurde Dogfrisbee in Amerika berühmt, und auch in Deutschland erfreut sich der Sport immer größerer Beliebtheit.

 

Im Wettbewerb werden drei Disziplinen unterschieden:

Mini-Distance

Der Spieler muss innerhalb von 60 bzw. 90 Sekunden (je nach Vorgabe) die Scheibe so oft wie möglich fehlerfrei werfen. Alle erfolgreichen Fänge des Hundes werden in die Wertung aufgenommen. Das Spielfeld hat eine Größe von etwa 20 x 50 Metern und besteht aus mehreren Wertungs-Zonen. Je weiter ein Wurf, desto mehr Punkte für den Spieler und seinen Hund.

Long-Distance

Bei dieser Disziplin gibt es kein Zeitlimit. Der Spieler soll die Scheibe möglichst weit werfen und der Hund muss sie fangen. In die Wertung werden nur Scheiben aufgenommen, die vom Hund gefangen wurden. Es wird über drei Würfe gespielt, und das Team mit den weitesten Würfen hat gewonnen.

Freestyle

Beim Freestyle wird eine zweiminütige Choreographie gezeigt. Innerhalb dieser Zeit muss das Team versuchen, anhand von diversen Wurftechniken und Tricks die Jury zu beeindrucken. Dabei werden verschiedene Kriterien bewertet: Darstellung des Teams, Einfallsreichtum, Tricks und das Zusammenspiel zwischen Mensch und Hund.

Wenn man mit seinem Hund Dogfrisbee betreiben möchte, sollte man den Hund beim Tierarzt einem Gesundheitscheck unterziehen, bei welchem auch die Gelenke (Ellenbogen, Knie) und die Hüfte geröntgt werden. Dogfrisbee ist genau wie Agility oder Flyball ein Extremsport, bei dem der Hund körperlich stark belastet wird. Deshalb ist das Aufwärmen und Abkühlen vor und nach dem Training sehr wichtig, um Verletzungen und zu schneller Abnutzung der Knochen vorzubeugen. Die Trainingseinheit sollte bei Anfängerhunden nicht länger als 5 Minuten dauern und auch für fortgeschrittene Frisbeehunde gilt der Leitsatz: Weniger ist mehr. Bevor man jedoch mit seinem Hund gemeinsam Frisbee spielen kann, muss der Mensch unbedingt die Grundwürfe sicher beherrschen, damit der Hund nicht unnötig belastet wird, wenn er einer Scheibe hinterherrennt, die er nicht fangen kann oder für die er sich zu stark verbiegen muss. Bei der Wahl der Wurfscheiben ist darauf zu achten, dass sie keinesfalls splittern und gut fliegen. Im Internet findet man diverse Anbieter für Hundefrisbeescheiben.