Der Turnierhundesport, früher auch als Breitensport bezeichnet, erfordert von Mensch und Hund körperliche Fitness und eine gute Zusammenarbeit. Wie der Name schon vermuten lässt, kann man mit seinem Hund auch auf Turnieren starten, allerdings erst, wenn der Hund 15 Monate alt ist und den nötigen Grundgehorsam zeigt.
Er werden sieben Disziplinen unterschieden.

Vierkampf 1
- Gehorsamsübungen, ähnlich der Begleithundeprüfung
- Hürdenlauf, auf einer Strecke von ca. 50 Metern müssen drei 50 cm hohe Hürden vom Hund übersprungen werden, während der Mensch möglichst parallel nebenherläuft
- Slalomlauf, das Team muss zweimal gemeinsam durch die 7 Tore (1,40 m breit) laufen
- Hindernislauf, auf einer Strecke von 75 Metern (in der Regel in gerader Linie) 8 verschiedene Hindernisse (Hürde, Schrägwand/Treppe, Tunnel, Laufsteg, Tonne, Reifen, Hochweitsprung und Hürde) überwinden, während der Mensch nebenherläuft, es gibt zwei Durchgänge
Vierkampf 2
Im Prinzip die gleichen Aufgaben wie beim Vierkampf 1, allerdings mit höheren Anforderungen.
- der Hund wird ohne Leine geführt
- Hürdenlauf nicht in zwei einzelnen, sondern in einem Durchgang, bei dem um eine Wendestange gewendet und die Hürden auf dem Rückweg ein zweites Mal genommen werden müssen
- bei der Gehorsamsübung statt Leinenführigkeit eine Stehübung
Hindernislauf
- acht Hindernisse
- Start- und Endhindernis sind Brettersprünge (50 cm bzw. 60 cm Höhe)
- Schrägwand (1,40 m hoch) oder Treppe (1 m hoch)
- Tunnel (3,5 m lang, 40 cm breit und 80 cm hoch), aus Holz und lichtundurchlässig
- Laufdiel (4,5 m lang und 30-40 cm breit, 65 m hoch)
- Tonne, (60 cm Durchmesser) mit rutschfestem Belag, damit der Hund auf ihr aufsetzen kann
- Reifen (Innendurchmesser 70 cm, Innenkante vom Boden nicht höher als 30 cm)
- Hoch-Weit-Sprung
Die Hindernisse sind immer in der gleichen Reihenfolge aufgebaut und bilden je nach Platzangebot eine gerade Linie, ein L oder ein U.
Geländelauf
- 2000 m oder 5000 m
- Hund muss über eine max. 3 m lange Leine mit Halter verbunden sein
- der Hund darf an der Leine ziehen
- die Leine kann entweder in der Hand gehalten oder an einem Bauchgurt befestigt sein (wird nicht unterschiedlich gewertet)
Combinations-Speed-Cup (CSC)
- zwei weitere Hindernisse kommen dazu, der Frankfurter Kreisel und die Mühlacker Harfe (Sprunghindernis mit Borstenreihe am oberen Ende)
- der Frankfurter Kreisel besteht aus zwei im 90°-Winkel zueinander stehenden Hochweitsprüngen (60 cm hoch, 83 cm tief) und einer Wendestange
- in welcher Reihenfolge der Hund die Hindernisse nehmen muss, ist vorgeschrieben, allerdings kann die Laufbahn variieren
- der CSC kann als Einzel-, Mannschafts- oder Familienwettbewerb stattfinden
Qualifikations-Speed-Cup (QSC)
- es starten 8 oder 16 Teilnehmer
- zwei identische Parcours
- der jeweils Langsamere bei einem Durchgang scheidet aus
- ausgelassene Hindernisse müssen wiederholt werden, sonst droht Disqualifikation
Shorty
- Mannschaftszahl ist geringer als beim QSC
- die Hindernisbahnen sind in Kreuzform aufgebaut, sodassweniger Platz benötigt wird
- Gesamtzeit der Mannschaften wird gezählt

Das Besondere beim Turnierhundesport ist wahrscheinlich, dass die Zeit des langsameren Partners (also meist des Menschen) ausschlaggebend für die Wertung ist. Außerdem wird nach Männern und Frauen getrennt und in verschiedenen Altersstufen bewertet.