Um seinen ballverrückten Hund ausreichend zu beschäftigen, erfand der Amerikaner Herbert O. Wegner in den 70er Jahren die erste Flyballbox. Dieses Modell schleuderte den Ball einige Meter in die Luft, nachdem der Hund die Box mit den Pfoten betätigt hatte, daher der Name Flyball (Flugball).
Im Laufe der Zeit kamen Hürden dazu, über die der Hund springen muss, bevor er an die Flyballbox gelangt. Bis heute ist es bei vier Hürden geblieben und auch der Ball wird nicht mehr so weit in die Luft geschleudert, sondern kann vom Hund direkt aus der Ballbox per Pfotendruck gelöst werden.
Flyball ist ein Mannschaftssport. Eine Mannschaft besteht aus mindestens 4 und höchstens 6 Hunden (falls ein Hund ausgewechselt werden muss), einem Boxloader (er füllt die Box), einem Trainer und einer Hilfsperson, die die Bälle nach dem Laufen aufsammelt.
Es treten jeweils zwei Teams mit vier Hunden gegeneinander an. Das schnellste und fehlerfrei gelaufene Team gewinnt. Die Hunde müssen nacheinander wie beim Staffellauf die Hürden überspringen, einen Ball holen und auch auf dem Rückweg wieder über die Hürden springen. Meist begegnen sich der ankommende und der startende Hund am Start, wodurch sie sich aber nicht ablenken lassen dürfen.
Bei einem Fehler muss der Hund den Parcour noch einmal von vorn starten. Fehler sind zum Beispiel das Auslassen einer oder mehrerer Hürden, der Hundeführer läuft über die Startmarkierung, der Hund bringt den Ball nicht ins Ziel und einige mehr.
Flyball ist ein rasanter Sport für ballbegeisterte Hunde und kommt Hundehaltern, die keinen gesteigerten Wert auf eigene körperliche Ertüchtigung legen, entgegen.